Byadoal-Tooejeth

Die Ruinen des Tooejeth Tempels bei Ceeronuy / Keloeth

Wenn man sich von Ceeronuy aus in Richtung nördliche Gebirgsketten bewegt, stößt man fast unweigerlich auf die Relikte des Tooejeth Tempels, der viele Jahrhunderte lang von Jijim-Fürsten beherrscht wurde. Als ständige politische und religiöse Gegenspieler der herrschenden Kaste war das Gebiet der Jijim erbitterten Angriffen aus dem Süden und Westen ausgesetzt, die dazu dienen sollten, die, infolge der Schlacht von Nomiu in Aysadhuy, um 2870 aufkeimende Idee des kosmopolitischen Systems bereits im Keim zu ersticken.
Der Tooejeth Tempelbezirk war in diesem Sinne ein Ort des Friedens und der Träume von einer vereinten Welt, die zur kriegerischen Zeit der Staaten zwischen 2802 und 3294 noch völlig utopisch war.

Doch wer waren die Jijim und woher kamen sie? Diese Frage stellen junge Ayganyay häufig, wenn ihnen die Geschichte jener friedlichen Wesen aus dem Mittelwesten Keloeths erzählt wird, die einst die Vorreiter der Ethik waren, die zukünftigen Generationen zum Segen, und ihnen selbst zum Verhängnis werden sollte. Die Jijim waren pazifistische Utopisten von einer Radikalität, die nur noch von den ersten Serganyay selbst übertroffen wurde. Ihrer Herkunft nach stammten sie gleichermaßen von Ayganyay und Tsippin ab. In dieser Hinsicht waren sie gleichsam eine genetische Mischform, die es zudem fertig brachte, über Generationen hinweg ohne jegliche Gewaltanwendung neben anderen (ungleich krigerischeren) Lebensformen zu existieren.
Die Tempelruinen oben rechts zeigen die Reste der gigantischen Sonnentreppe, deren zu alten Zeiten verspiegelte Oberfläche das rare Licht des tief stehenden Dai reflektierte und auf den Tempelbezirk zurück warf (Abbildung oben).

Einst war der Haupttempel, der das Zentrum einer ganzen Siedlungsgemeinschaft bildete, ein Versammlungsort, der der Kommunikation und der gesellschatlichen Betreuung diente.
Als sozialer Mittelpunkt einer ganzen Zivilisation bildete er den Kontrapunkt zur ansonsten auf Einsamkeit und Kontemplation hin ausgerichteten Lebensart der Jijim, denen nichts mehr bedeutete, als die friedliche Übereinstimmung von utopischer Fantasie und moralischen Befriedigung.
Die faszinierenden Ideen des Volkes der Jijim überdauerten, wenngleich ihre Urheber der Realität der unsensiblen und machtorientierten Lebensweise ihrer direkten Umgebung zum Opfer fielen.

Hier gelangen Sie zur Kartenansicht von Ceeronuy.



Zurück zur Ayganyan Multimedia Seite